JEAN-PHILIPPE VAN DEN BERG IM INTERVIEW
„DYLAN WÄCHST NOCH STÄRKER ALS BISHER“

Die im niederländischen Oud-Beijerland beheimatete BUHLMANN-Tochter DYLAN hat seit ihrer Integration 2015 bewegte Jahre und einen Strukturwandel hinter sich. So trat Anfang 2018 beispielsweise Jean-Philippe van den Berg die Position des Director Sales bei DYLAN an. Uns hat er im Interview verraten, welche spannenden Veränderungen es in den vergangenen Jahren gab und warum die niederländische Tochtergesellschaft deutlich gestärkt aus diesen hervorgegangen ist.

(B) GLOBAL // Herr van den Berg, Sie sind jetzt seit fast zwei Jahren bei DYLAN. Wie haben Sie das Unternehmen bislang kennengelernt? Was macht DYLAN zu einer besonderen Firma?

Jean-Philippe van den Berg // Man spürt immer noch die DNA des Gründers Roland Brix, eines großen Unternehmers, dessen Markt- und Kundenansprache für viele nach wie vor ein Beispiel für Kreativität und Kundenorientierung ist. Dadurch ist DYLAN immer noch genauso leidenschaftlich, professionell sowie flexibel und in der Lage, sich den Anforderungen des wachsenden Marktes stets anzupassen. Das Unternehmen wollte immer mehr als nur ein Lieferant sein, der das Produkt von A nach B bringt. Wir entwickeln und liefern Mehrwertdienstleistungen für den gesamten Logistikprozess. Das macht DYLAN zu einem umfassenden Geschäftspartner! Wir wollen dort sein, wo der Kunde ist, immer und überall. Und seit wir Teil der BUHLMANN GRUPPE sind, wächst DYLAN noch stärker als bisher.

Wie meinen Sie das? Welche Vorteile konnte DYLAN für sich nutzen?

DYLAN gehört seit fast fünf Jahren zu BUHLMANN. Die Vorteile als Gruppenmitglied sind riesig und mittlerweile nimmt man die Verbesserungen auch wahr. Nur ein paar Beispiele: Wir hatten vorher ein eigenes Bearbeitungszentrum, können nun aber zusätzlich auf einen Beschichtungsbetrieb, ein Prüflabor mit zahlreichen Möglichkeiten und vor allem auf einen riesigen Lagerbestand in den Niederlanden und Deutschland zugreifen. Tägliche Shuttle-Services garantieren zusätzlich schnelle Lieferungen. Außerdem ist die Unternehmensgruppe sehr stark aufstellt, gesund und wird von einem jungen und sehr ambitionierten CEO geleitet: einem Buhlmann der dritten Generation.

Was hat sich vor Ort bei DYLAN getan, welche großen Veränderungen sehen Sie?

Erstens haben wir zunächst Anfang des Jahres ein Central Backoffice eingeführt, in dem wir alle vertriebsunterstützenden Aufgaben bündeln. Dafür haben wir mit allen Beteiligten lange gesprochen, um breite Unterstützung für das Projekt zu erhalten. Mittlerweile hat sich die Abteilung fest etabliert und Prozesse funktionieren von Tag zu Tag besser. Es versteht sich von selbst, dass diese Veränderung zu einer Effizienzsteigerung geführt hat und damit zu zufriedeneren Kunden.

Zum Zweiten hat sich DYLAN stets stark auf den Offshore sowie den Öl- und Gasmarkt fokussiert. Mit der Energiewende haben wir unsere Strategie an den aktuellen und zukünftigen Markt und dessen Anforderungen angepasst. Wir agieren jetzt pro-aktiv. Viele Kunden und Wettbewerber waren auf diesen Wandel nicht vorbereitet und sind bereits vom Markt verschwunden. Uns wird dies nicht passieren.

Zu guter Letzt haben wir einen nachhaltigeren Weg eingeschlagen. Eine spannende Entwicklung ist der Fokus auf die sogenannte Operational Excellence. Darunter versteht man grob gesagt, dass die Unternehmensstrategie ihre Prozesse kundenfokussiert optimiert. Hier standen wir beispielsweise vor der Herausforderung, die steigende Anzahl von Kleinaufträgen mit einem Minimum an logistischen Bewegungen zu bewältigen. Gemeinsam mit unseren Kunden wollen wir das Problem angehen – eine große Herausforderung angesichts verschiedener Interessen.

Welche strategischen und internen Veränderungen gab es noch?

Wir setzen auf ein gesundes Wachstum und neue Möglichkeiten. Wir wollen da sein, wo unsere Kunden sind und dabei als verlässlicher Partner auftreten – ebenso für Lieferanten, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie deren Familien und die ganze Gesellschaft. So kooperieren wir beispielsweise mit Universitäten, um einen Wissensaustausch zu schaffen und zu erfahren, was für die jüngere Generation wichtig ist. Deshalb sind wir offen für junge Leute, ihre Ideen und Ambitionen.

Außerdem haben wir bei DYLAN Arbeitsgruppen für junge Leute eingerichtet, die sich alle zwei Wochen zum Brainstorming treffen – ohne Führungskräfte. So können sie ungebremst neue Ideen sammeln. Damit wollen wir unter anderem zeigen, dass die Rohrleitungsindustrie nicht langweilig ist. Im Gegenteil: Die sich ändernden Herausforderungen erfordern viel Kreativität und machen unser Geschäft sehr spannend.

Das klingt nach vielen und sehr interessanten Änderungen. Gibt es da auch noch Platz für weitere Pläne und Ziele?

Ja, ich will weiterhin das Potenzial nutzen, das wir hier bei DYLAN haben. Damit meine ich nicht nur unsere Lager und unsere Infrastruktur, sondern auch unser Humankapital. Wir bleiben ein Handelshaus und da machen hauptsächlich Menschen den Unterschied. Sie merken: Ich bin immer noch begierig und sehr entschlossen, mit DYLAN bestimmte Ziele zu erreichen. Und das, obwohl ich letztes Jahr 60 geworden bin und den größten Teil meiner beruflichen Laufbahn hinter mir habe. Dennoch möchte ich, dass unsere Kunden DYLAN als unumstrittenen Ansprechpartner betrachten. Dass wir ein verantwortungsbewusstes Mitglied der Gesellschaft sind mit einer nachhaltigen Ausrichtung, dass die Kolleginnen und Kollegen mit einem Lächeln in den Arbeitstag starten und viele Herausforderungen finden, um ihre Kreativität zu entfalten, und dass die BUHLMANN-Gesellschafterinnen und Gesellschafter die Übernahme von DYLAN als ihre beste Entscheidung aller Zeiten betrachten. Dann bin ich ein glücklicher Mann und kann mich auf den Ruhestand vorbereiten. Aber noch nicht heute!

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